Hab mal wieder die Kontrolle über meine Körper verloren. Ich weiß nicht, ob ich Hunger oder Durst habe oder eigentlich viel zu voll bin oder müde oder ob ich Muskelkater habe oder einen Herzinfarkt. Bin nur froh, dass auf dem Weg von Köln nach Hamburg alles so unendlich zumutbar ist. Die Temperaturen im Flughafen, die Wartezeiten, die Fußwege. Nur die scheiß Menschen nicht. Hinter mir sitzt ein Geschöpf mit Stinkefüßen und Husten. Eines von beiden hätte zu meiner Verärgerung schon gereicht, aber vereint bringt es mich zum Hassen. Das Geschöpf ist ein kleiner dicker Junge. Zum Glück hat er erst beim Landen mit dem Husten angefangen. Neben mir ist frei. Am Gang sitzt eine Frau, in deren Parfüm ich mich vor den Stinkefüßen retten kann. Ich weiß nicht, ob man das sagen kann: sich in etwas retten. Aber ich habe es gemacht.

chronist

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